Wie ein Pfeil aus Holz gebaut wird

 

In der heutigen Zeit werden die Pfeile für den Bogen aus verschiedenen Materialen hergestellt. Zu den bekanntesten Materialen zählen das Holz und Carbon. Wie man einen Pfeil aus Holz bauen kann, hat die Bogenabteilung des BSV Barmingholten am 16.01.2016 in einem kleinen Workshop den interessierten Kindern und Jugendlichen näher gebracht.

Im Folgenden möchten wir euch kurz den Prozess des Pfeilbaus erläutern.

Zunächst muss die richtige Pfeillänge bestimmt werden, denn der Pfeil soll zum Einen nicht zu kurz sein und beim Auszug herunterfallen und zum Anderen sollte der Pfeil nicht zu weit vorne heraus schauen. Daher wird mithilfe des sogenannten „Messpfeils“ die optimale Pfeillänge bestimmt.

Daraufhin wird an dem einen Ende des Pfeils die Nocke festgeklebt. Die Nocke sollte so festgeklebt werden, dass sie parallel zur Maserung des Holzpfeils anliegt. Das ist wichtig, denn beim Lösen der Sehne verbiegt sich der Pfeil und „schwingt“ bis auf die Scheibe. Wenn nun die Maserung nicht parallel zur Nocke verläuft, läuft man Gefahr, dass die Biegung des Pfeils zu extrem ausfällt, wodurch der Pfeil zu sehr nach links oder rechts abgelenkt wird. Das „Schwingen“ des Pfeils ist übrigens als das „Pfeil-Paradoxon“ bekannt.

Nach dem Festkleben der Nocke, machen wir uns ans „Befiedern“ des Pfeils. Hierzu verwenden wir normale Naturfedern, die man in verschiedenen Farbtönen erwerben kann. Mit einer speziellen Schneidemaschine werden dann die Federn zugeschnitten. Es gibt verschiedene Ansätze, in welcher Form und welche Anzahl ein solcher Pfeil an Federn haben sollte. Für das Schießen in der Halle genügt der „3-Federn-Ansatz“, der aus einer „Leitfeder“ und zwei „Stabilisationsfedern“ besteht, aus. Die „Leitfeder“ erkennt man daran, dass sie sich von der Farbe der „Stabi-Federn“ unterscheidet. Hat man sich die drei Federn zurechtgeschnitten, folgt das Festkleben am Pfeil. Hierzu wird eine Befiederungsmaschine genutzt. Pro Feder sollte man mindestens 10 Minuten Trocknungszeit einplanen, sodass die Befiederung eine halbe Stunde dauern kann.

Nach der Befiederung fehlt noch die Pfeilspitze. Nun wird das Ergebnis der Messung mit dem „Messpfeil“ wichtig, denn nun wird der „rohe Pfeil“ gemäß der Messung gekürzt. Nach der Kürzung wird der Pfeil mit einem speziellen Kleber bestrichen und die Pfeilspitze wird mithilfe eines Brenners so weit erhitzt, dass sich das Metall der Spitze ausdehnt. Im Anschluss werden Holzpfeil und Pfeilspitze miteinander verbunden und durch das Abkühlen der Spitze und dem speziellen Kleber, haftet die Pfeilspitze fest am Holzpfeil.

Um die Federn besser vor Schäden durch Durchschlag zu schützen, werden sie noch mithilfe von Garn umwickelt, wodurch sie einen besseren Halt am Pfeil bekommen.

Nun ist der Holzpfeil fertig. Er sollte nun noch mit Öl bestrichen werden, damit der Pfeil eine gewisse Elastizität erhält, mindestens 24 Stunden ruhen und dann ist er zum Abschuss freigegeben.

Bilder von diesem Workshop werden auf der Internetseite des BSV-Barmingholten im Bogenbereich veröffentlicht.

Wenn ihr auch Lust habt, euch an diesem Sport zu versuchen, dann scheut euch nicht, uns anzusprechen. Wir freuen uns über jeden Neuling oder auch Profi, von dem wir auch noch was lernen können.

 

Alles ins Gold

Eure Bogenabteilung des BSV-Barmingholten

 

   

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